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Hier ist der aktuelle Newsletter von Sonja zum Nachlesen. Wer die Neuigkeiten in Zukunft immer gleich erfahren möchte, solange sie noch »neu« sind, kann sich mittels einem Klick hier für unseren Newsletter anmelden.Ostern 2026
Liebe Kultur-Gemeinde,
das nächstliegende zuallererst: kommende Woche beginnt unser KulturFrühling, doch das Konzert mit der Stangenbohnenpartei am Samstag, den 11.4. muss leider krankheitsbedingt ausfallen. Serena und Jared hätten sehr gern ihren verspäteten musikalische Saisonbeginn bei uns zelebriert, aber während Serena dabei war, sich von einer längeren Krankheit zu erholen, hat ein Unfall sie erneut aufs Krankenlager verbannt. Neben allem anderen bedauert sie, dass sie dieses Mal nicht einmal für alle Gäste Rettiche mit dabeigehabt hätten, denn auch in ihrem Garten und Gewächshaus konnte sie dieses Frühjahr nicht wie sonst schalten und walten. Wir wünschen ihr eine schnelle und bleibende Genesung und denken auch an alle Helfer, die das Stangenbohnen-Helenenhof-Projekt derweil in Schwung halten. Wir haben selbst neulich während eines Kurzurlaubs im Allgäu einen halben Tag dort verbringen können und die Atmosphäre dort, die interessanten Begegnungen und die Arbeit auf dem Feld an sich war wieder sehr lohnend und inspirierend. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet Informationen unter:
https://www.thestringbeanparty.com/
Und die Stangenbohnenpartei findet sich sicher einmal wieder auf unserem Programmzettel.
Der KulturFrühling holt uns hier nun endgültig aus dem Winterschlaf. Ein wenig haben wir die Ruhepause auch dazu genutzt, selbst ein bisschen Kultur zu genießen. Was mir dabei wieder einmal aufgefallen ist, als ich mich beim Rockkonzert, beim Jazz-Abend und auch in der Großstadt beim hippen Comedian im jeweiligen Publikum umsah: graue Haare, Falten hinter den Ohren, “Junggebliebene“ eben. Wo sind die wirklich jungen Leute? Im „Club“? Zu Hause, die Kinder hüten? Auf den großen Festivals? Oder doch bei der Blasmusik, wo man mich eher nicht findet? Ja, wir Älteren sind in der Mehrzahl, und es ist vielleicht auch ein bisschen viel verlangt, dass unsere Kinder sich für die gleichen Dinge begeistern wie wir, aber wäre es nicht gut, sich auch kulturell gelegentlich zu durchmischen?
Und nun die gute Nachricht: wir schaffen Abhilfe, denn gleich der erste Abend unseres diesjährigen KulturSommers wird ein bisschen anders: die Hälfte der Tische und Stühle raus, die restlichen an die Wand geschoben, Platz zum Tanzen und Auftritt: Rikas!
Als guten Ort zum Proben und kreativ Arbeiten haben die vier jungen Musiker Erpfenhausen bereits vor Jahren entdeckt. Dass sie anschließend an so eine Klausur hier gleich noch ein „Clubkonzert“ geben, ist neu. Begonnen haben sie als Schulband, aber anstatt sich anschließend ins „richtige“ Berufsleben zu verabschieden, sind sie einfach dabeigeblieben und haben nach und nach die größeren Säle und Festivals bespielt. Dass dann vor einiger Zeit ein gewisser Paul McCartney einen ihrer Instagram Beiträge geliked hat, hat auch nicht unbedingt geschadet. Ihre aktuelle Tournee führt sie unter anderem über Lissabon, Basel, Amsterdam, London, Hamburg, Berlin, Wien, Brüssel und Paris zurück nach Stuttgart an die Staatsoper. Da ist Erpfenhausen nur der logische Schlusspunkt. Wir freuen uns auf einen groovigen Abend am Donnerstag, 23.7.26 mit Indi-Pop, vierstimmigem Gesang und einem vielleicht wohltuend heterogenem Publikum. Und ein bisschen stolz sind wir auch.
Falls mich dieses Konzert tatsächlich ein wenig jünger machen sollte, werde ich tags darauf mit einem ganz anderen Relikt meiner Jugend konfrontiert werden, bzw. dem Fehlen desselben. Nämlich der Tatsache, dass ich nach dem Abitur, ohne es zu beabsichtigen oder auch nur zu bemerken, die ganze Mathematik der letzten fünf oder sechs Schuljahre über Bord geworfen habe, auf Nimmerwiedersehen. Letztendlich ist es aber egal, denn Timm Sigg ist zwar nicht nur eine Ikone des süddeutschen Musikkabaretts, sondern lehrt auch Mathematik an der TU Esslingen, doch ob man nun ein echter Nerd ist oder Mathe-Hasser, oder einfach nur alles vergessen hat, wie ich, mit seinem hintersinnigen Witz, seinen Wortspielereien und liebenswürdiger Selbstironie rührt er einfach alle an. Am Freitag, 24.7.26 entführt er uns am Klavier in die „Formelhafte Welt des Mathé-Profs“. Und wie sagte er doch so schön bei seinem ersten Gastspiel bei uns sinngemäß: „Kabarett und Mathematik – kann das zusammenpassen? Einerseits so etwas Heiteres, Hintersinniges und Schönes und auf der anderen Seite eben nur Kabarett?“
Mein Fazit: Ja, es passt! Und es macht himmlisch Spaß. W.z.b.w. (q.e.d.)
Ob Stefan Waghubinger am Samstag, 25.7.26 mit seinem Best-Of aus 15 Jahren: „Versunkene Sätze“ auch meine verschollenen Mathe-Kenntnisse aufspüren könnte? I dout it! (Na ja, sie sind auch mehr als doppelt so lange vermisst) Doch dafür fischt er tief im eigenen sprachlich-philosophischen Tümpel und bei der Bergung so manches vergessenen Kleinods, kommen auch ein paar ganz taufrische Erkenntnisse zutage. Keiner versteht es so wie er, den österreichischen Nörgler zu geben – und das mit deutscher Gründlichkeit. Er ist der Meister des knapp daneben Liegens und das so konsequent, dass es einem selbst gleich ein bisschen besser geht. Und bei all seiner tragisch-komischen Verschrobenheit lacht man nicht nur befreiend über den sich windenden Wortakrobaten, sondern wird auch versöhnt mit sich und der Welt.
Wenn dann alle sprachlichen Schätze geborgen sind, hilft nur noch eins: Visual Comedy. Das Comedy-Duo Mimikry kommt ganz ohne Worte aus und erzählt dabei Geschichten, wie man sie sich niemals hätte träumen lassen. Superhelden beim Zahnarzt, ein Start-Up in einer krisensicheren Branche und komplizierte Beziehungsgeflechte zwischen unten und oben oder umgekehrt. Mit ihrem Programm „Tasty Biscuits“ öffnen die beiden Künstler am Sonntag, den 26.7.26, nein, nicht die Büchse der Pandora, sondern ihre eigene imaginäre Keksdose, bei der jeder Happen mit einer extra Prise Genialität und Fantasie gewürzt ist und man sieht die Welt immer wieder anders andersherum.
Und das ist so wichtig in einer Zeit, in der sich vieles immer mehr verhärtet und gleichzeitig instabiler wird! Wir freuen uns auf ein heiteres tiefsinniges, diverses Miteinander.
Lachen hat noch immer geholfen (es sei denn, man heißt Armin Laschet – oder Armin lach et (sorry!))
Tickets und weitere Informationen gibt es wie immer unter
www.erpfenhausen.de
Sonja Banzhaf

