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Die Newsletter

Hier der aktuelle Newsletter von Sonja zum Nachlesen. 
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kann sich jetzt auf der Stelle hier für unseren Newsletter anmelden:

Liebe Kulturfreunde,

was war das für ein Sommer 2017! Heiß und kalt und schwül  und trocken, nass und lang und irgendwie doch zu kurz. Zu kurz, um die langen Tage so richtig auszukosten, vor allem weil man die kurzen lauen Nächte ja auch auskosten will, zu kurz für all die kurzen Sommerkleidchen im Schrank und womöglich auch zu kurz für das temporäre Baumhaus, dass Benny in den letzten Wochen nach und nach in unserem Nussbaum installiert hat und das aber doch noch nicht fertig ist. Oder vielleicht sind auch die Stangen, die er dazu benutzt hat, zu lang und folglich die Plattform zu weit oben, als dass ich mich dort sorglos zur Ruhe legen könnte. Mal sehen.
Ich glaube, Baumhäuser sind der Traum vom Fliegen für Sesshafte.

Ziemlich kurz aber knackig war auch unser KulturSommer, dafür ist es schon gar nicht mehr lang bis zum KulturHerbst. Und weil dann schon praktisch Weihnachten vor der Tür steht, können wir auch gleich kurz auf den KulturWinter eingehen, denn Weihnachtsfeiern und -geschenke wollen ja geplant sein.

Doch zunächst zum Herbst: es muss etwas über ein Jahr her sein, ich weiß, dass ich gerade im Garten gearbeitet habe (das mache ich meistens vor allem im Frühsommer, wenn noch alles voller Hoffnung ist und irgendwie auch möglich erscheint), da erscholl eine Musik über den Hof, die ich noch nie gehört hatte und ich wusste gleich: das ist etwas ganz Besonderes. Unser Freund Martin hatte eine CD aus der Schweiz mitgebracht und Benny die Musikanlage im Stadel ganz aufgedreht und sich in die erste Reihe gesetzt. Uns war klar: diese Band sollte hier spielen! Und am 28.10. ist es so weit: Das „Johannes Kobelt Quantett“ spielt in Erpfenhausen! Das hört sich nicht ganz so spektakulär an wie z.B.: „Die Rolling Stones spielen in Erpfenhausen!“ Tun sie ja auch nicht, und mir ist es so jedenfalls lieber. „Johannes Kobelt“, weil so der Bandleader heißt. Warum es nicht nach seiner Frau, die auch mitspielt, benannt ist, weiß ich nicht, wahrscheinlich hat er sie gefragt, ob sie mitspielen will und nicht umgekehrt. „Quantett“ war ursprünglich mal ein Druckfehler, und doch irgendwie passend, denn quantitativ spielt das Trio eine enorme Anzahl von Tönen in relativ kurzer Zeit auf unglaublich vielen, meist historischen, Instrumenten, und das qualitativ auf höchstem Niveau.

Dann, am Sonntag, den 29.10. kommt er zurück an den Ort des Geschehens: Matthias Brodowy war letztes Jahr zum ersten Mal bei uns und entzückt, dass auf Anhieb so gut wie ausverkauft war. Das Publikum seinerseits auch über den „chief director of an high level bullshit“ und ein Gast hat uns sogar einen handgeschriebenen Dankesbrief zukommen lassen, und das will heutzutage ja schon etwas heißen. „Bis es euch gefällt“ heißt das Programm und ich hoffe, dass das nicht bedeutet, dass er, wenn das erste Stück super ankommt, gleich wieder einpackt.

Nach diesem shakespeerhaften Titel nun zur deutschen Klassik: Bernd Kohlhepp kommt mit dem „Faust aufs Auge“ und ich sag es gleich: jetzt, da ich dies niederschreibe, gibt es noch ein paar Karten. Aber bis dieser Newsletter bei euch ankommt (und das trotz Internet), sind sie womöglich auch vollends weg. Ich hoffe, dass die Vielen, die eine gekauft haben dessen gewahr sind, dass Herr Hämmerle samt Frau Schwertfeger zu Hause bleiben. Dafür gibt es Faust und Gretchen und noch ein paar undurchsichtige Figuren. Vor ein paar Jahren, nachdem Bernd Kohlhepp Schillers Räuber bei uns zum Besten gegeben hatte, sagte er hinterher zu Benny: „Gell, ich muss nicht noch einen Klassiker als Einmann-Stück auf die Bühne bringen?“ Die Frage war eine rhetorische, denn wem sich die schwankenden Gestalten mit Zauberhauch nahen, der hat meistens keine andere Wahl. Da hat der Kohlhepp schon selbst etwas Faustisches, oder auch vom alten Goethe. Wir duften die Premiere des Faust dann im Tübinger Zimmertheater erleben, und ich muss sagen, die anderthalb Stunden Fahrt haben sich nicht nur des Stückes wegen gelohnt, sondern auch, weil mir das Zeit gab, auf Bennys Frage hin, worum es da denn geht, mein bisschen verbliebenes Schulwissen auszupacken. Es war recht bruchstückhaft, aber immerhin, ein paar relevante Zitate sind mir doch eingefallen. Jedenfalls mehr als dem ahnungslosen Zuschauer, der nachher den Zitate-Alarm-Knopf aufs Auge bzw. in die Hand gedrückt bekommen hat. Trotzdem, und nicht als Abschreckung, sondern nur als Hinweis: ich wäre ganz froh gewesen, hätte ich die Geistesgegenwart besessen, mir „Der Tragödie Erster Teil“ vorher noch mal zu Gemüte zu führen.
An alle Abiturienten, die den Abend womöglich besuchen: der Faust aufs Auge ersetzt nicht die Lektüre, macht sie aber unschlagbar lustiger. Und umgekehrt.

Zum KulturWinter kommt Bernd Kohlhepp wieder mit „Oh Tannenbaum - Herr Hämmerle feiert Weihnachten“, außerdem feiert „Erpfenbrass“ das Erscheinen ihrer neuen CD (warum nicht zu Epiphanias? Ha ha), es gibt jazzigen Weihnachtskrimi mit „Boogaloo“ und Josef Brustmann gibt sich „Gans weihnachtlich“. Das alles findet statt vom 15. bis zum 18.12., aber daran sollte wirklich nur jetzt schon denken, wer unbedingt muss.
Zum Beispiel wir, denn wir müssen noch herausfinden, wer zu den beiden kommenden 
Kulturjahreszeiten im Gastraum etwas Leckeres zum Essen macht.

Also, nichts wie ran und keine Zeit, sich auszuruhen!

Goethes letzte Worte sollen ja „mehr Licht!“ gewesen sein. Böse Zungen behaupten aber, er hätte nur den Satz nicht mehr zu Ende bekommen und wollte eigentlich in seinem Dialekt sagen:
„Mer licht hier so schlecht.“

 

Tischreservierungen nehmen wir dann gerne entgegen.

Karten unter : www.kulturhof-erpfenhausen.de  oder im Ticket-Shop Heidenheim

07323 – 920 634
0178 – 20 76 998

Herzliche Grüße
Sonja Banzhaf

 

PS.: Am Sonntag 8.10. gibt es im GASTRAUM in Erpfenhausen Marktessen. Eine Anmeldung ist erforderlich.